Neu-Anerkennung von Badeärzten


Neu-Anerkennung von Badeärzten in Nordseebädern

Die niedersächsische Nordsee ist mit ihrer direkten Lage am Meer, den modernen Gesundheitszentren, Kliniken, Beherbergungsbetrieben und den langjährigen Erfahrungen auf dem Gebiet der Meeresheilkunde geradezu prädestiniert, kurmedizinische Dienstleistungen anzubieten. Um als Kommune/Gesundheitszentrum ambulante Kuren anbieten zu können oder abzurechnen, muss der Ort nach dem niedersächsischen Landesgesetz als Nordseeheilbad oder Nordseebad staatlich anerkannt sein. Grundvoraussetzungen für das Angebot einer ambulanten Vorsorgemaßnahme ist das Vorhandensein eines oder mehrerer praktizierender Badeärzte am jeweiligen Ort.

Das Bundesministerium des Innern erstellt nach Meldungen der Länder ein Heilkurorteverzeichnis. Nur Kurorte, die dort gelistet sind, können ambulante Vorsorgemaßnahmen nach § 23, 2 SGB V sowie Beihilfemaßnahmen gemäß Beihilfeordnungen des Bundes und der Länder abrechnen. Im Heilkurorteverzeichnis sind die Nordseebäder aber nicht definiert. Nordseebäder mit einem derzeit aber noch aktiven Badearzt haben solange Bestandsschutz bis der Arzt seine Tätigkeit aufgibt. Eine Neu-Anerkennung von Badeärzten in Nordseebädern ist auf der Grundlage des aktuellen Heilkurorteverzeichnis nicht möglich.

Der Tourismusverband Nordsee e. V. fordert eine Neu-Anerkennung von Badeärzten in Nordseebädern und hat den Niedersächsischen Heilbäderverband e. V. sowie weitere Politiker auf Bundes- und Landesebene um Unterstützung gebeten.