Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung


Bund legt neues Wassertourismuskonzept vor

Mit großer Enttäuschung haben die Tourismus- und Wassersportverbände in Deutschland das neue Wassertourismuskonzept vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)  zur Kenntnis genommen. Belastbare Aussagen zur wirtschaftlichen Bedeutung und Perspektiven für die Zukunft des Wassersports und des Wassertourismus sind in dem Konzept nicht enthalten. Der Bericht gibt Anlass zur Sorge, dass der Bund die Finanzierung der touristischen Wasserstraßen an die Länder übertragen möchte. So ist vom BMVI eine Änderung der Anlage des Bundeswasserstraßengesetztes vorgesehen. Dieses Verfahren setzt eine Entwidmung von Wasserstraßen voraus. Dies wiederum erfordert die Zustimmung der Länder.

Weitere Details zum Wassertourismuskonzept sowie eine gemeinsame Erklärung der Spitzenverbände des Wassersports, der Wassersportwirtschaft und aus dem Tourismus finden Sie hier:

Stand 15.07.2016

 

Bundeswasserstraßen für den Tourismus erhalten!

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) plant die Bundeswasserstraßen je nach Bedeutung des Güterverkehrs zu kategorisieren. Bei den touristisch und wassersportlich genutzten Gewässern (Sonstige Wasserstraßen) möchte der Bund lediglich seiner Verkehrssicherheitspflicht nachkommen und keine Investitionen mehr in die Instandhaltung und in den Ausbau tätigen.

Nun überbrachte der Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt Anfang September 2015 gute Nachrichten für die Tourismusbranche. Nach den aktuellen Planungen ist keine Regionalisierung der touristischen Wasserstraßen mehr vorgesehen. Zudem soll im Haushalt des Bundes ein eigener Haushaltstitel für touristische Wasserstraßen berücksichtigt werden. Die weitere Entwicklung bleibt nun abzuwarten.

Der Deutsche Tourismusverband e. V. als Interessenvertretung der Tourismusorganisationen im Land hat ein Positionspapier für die Instandhaltung von Wasserstraßen herausgegeben. Der Tourismusverband Niedersachsen und der Tourismusverband Nordsee haben den Niedersächsischen Wirtschaftsminister in dieser Sache um Unterstützung gebeten.

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